Über mich     Kontakt     Impressum

Missionieren unnötig! 8 Gründe, warum alle Ernährungsformen ihre Berechtigung haben


Posted on September 8th, by Greena in Ernährung. 6 comments

Missionieren unnötig! 8 Gründe, warum alle Ernährungsformen ihre Berechtigung haben

Oft gibt es zwischen den Anhängern verschiedener Ernährungsformen Meinungsverschiedenheiten. Bestimmt hast du auch schon festgestellt, wie schnell das in Missmut oder Streit enden kann.

Das Thema Ernährung polarisiert eben.

Jeder denkt, dass er Recht hat und mehr weiß, als die Anderen. Jeder möchte darlegen oder beweisen, dass SEIN Weg der einzig Richtige ist. Offenheit und Akzeptanz fehlen hier oft.

Dafür hat sicherlich jeder so seine Gründe. Man möchte ein Zeichen setzen, aufmerksam machen und letztendlich einfach nur versuchen, zu helfen.

Oft kommt das jedoch völlig falsch an.

 

Motivation durch positives Vorleben erzeugen

In den wenigsten Fällen wird Inspiration oder eine Veränderung durch Druck, Bekehren oder auf Befehle hin erzeugt. Missionieren wirkt auf den Anderen wie Kritik und bewirkt somit oft das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.

Der Andere fühlt sich möglicherweise nicht ernst genommen, unsicher, er macht „dicht“, nimmt es als Kritik eventuell persönlich. Das bewirkt, dass derjenige möglicherweise in Rechtfertigung fällt, sich angegriffen fühlt, kontert, den Ball zurück spielt oder resigniert.

Außerdem entstehen negative Energien, die sich nicht nur auf die persönliche Beziehung zum Anderen nachteilig auswirken können, sondern auch das jeweilige Thema negativ belegen, sodass die Freude, darüber zu sprechen, schwindet.

Inspiration ist gut und wichtig – aber wird am ehesten durch positives Vorleben bewirkt.

Vielleicht hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass man paradoxerweise dann Inspiration und Veränderung bei anderen erreicht, wenn man davon loslässt, andere bekehren zu wollen…

 

Ich bin es inzwischen leid, über Ernährung zu sprechen. Klar, einen provozierenden, „gedankenanregenden“ Satz wirft sicher jeder gerne mal in die Runde. ;-) Und oft ist der Reiz groß, bestimmte Personen auf das Thema Ernährung anzusprechen, wenn man genau weiß, dass ihnen eine Ernährungsumstellung helfen würde.

Aber die Meinungen gehen hier einfach oft zu weit auseinander und meistens lässt sich nicht wirklich sachlich darüber reden. Leider. Wenn mich jemand gezielt fragt und ich sehe, dass derjenige Interesse hat, dann macht es mir nichts aus. Dann weiß ich, dass er interessiert ist, zuhört, seine Synapsen sozusagen bereit sind, etwas aufzunehmen.

Dabei gibt es so viel, das uns alle verbindet! Mehr als man auf Anhieb denkt.

Ob Vegetarier, Veganer, Rohköstler, Paleo- oder Low-Carb-Anhänger, etc. – es gibt genügend Gründe, warum man einfach jeden akzeptieren sollte.

 

1. Das Augenmerk liegt auf der Gesundheit

Eigentlich jedem, der sich mit Ernährung beschäftigt, geht es um seine Gesundheit. Und wir sollten es schätzen, wenn jemand für sich selbst Verantwortung übernimmt und etwas verändern will.

Es gibt zwar immer mehr Menschen, die sich darüber Gedanken machen, aber im Großen und Ganzen sind sie noch rar. Wie groß die Verbindung von Gesundheit und Ernährung ist, haben noch nicht viele erkannt und man sollte dankbar um jeden sein, der verstanden hat, dass der Schlüssel für Gesundheit in der Ernährung liegt.

 

2. Individuelle Ansichten aufgrund verschiedener Erfahrungen

Jeder hat in seinem Leben andere Erfahrungen gemacht, andere Erlebnisse gehabt, sein Wissen aus anderen Quellen bezogen. Demnach haben sich unterschiedliche Ansichten entwickelt.

Dem einen geht es rein um den gesundheitlichen Nutzen einer Ernährungsform, der andere isst aus ethischen Gründen kein Fleisch. Jedem das Seine! Der eine hat Buch X gelesen, der andere das Gegenteilige auf Blog Y.

Wenn wir uns das vor Augen halten, können wir akzeptieren lernen.

Wenn wir jemanden nicht verstehen, versteht er uns höchstwahrscheinlich auch nicht. Und wir wollen ja auch akzeptiert werden.

 

3. Jeder Körper hat andere Bedürfnisse

Unsere Körper sind so unterschiedlich. Unsere Gene, unsere Darmflora und Darmbakterien, Blutgruppen, Gedanken, die persönlichen Vorlieben bei dem, was wir gerne essen und die dadurch bedingte Nährstoffzufuhr. Der eine verträgt keine Milchprodukte, wieder ein anderer hat Probleme mit Gluten.

Im Prinzip wären wir uns alle sehr ähnlich, wenn wir uns alle auf dem gleichen Level befinden würden. Wenn es aber um Feinheiten geht, sind wir alle unterschiedlich.

 

4. Gemüse und Obst sind die Basis

Hier sind wir uns alle einig. Obst und Gemüse ist die Basis aller Ernährungsformen. Jedem ist klar, wie wichtig Früchte für uns sind, dass sie den Hauptteil unserer Ernährung bilden sollten und das allgemeinverträglichste Lebensmittel überhaupt sind. (Wir könnten eigentlich auch einfach über Obst und Gemüse reden, um das Streitpotenzial gering zu halten. ;-))

 

5. Hohe Qualität der Lebensmittel

Wenn Fleisch, dann keine Massentierhaltung. Wenn Obst oder Gemüse, dann am besten in Bio-Qualität oder regional – vom Bauern um’s Eck. Menschen, die auf Ernährung und Gesundheit achten, sind naturverbundener, achten auf Qualität, konsumieren bewusster, wollen Genuss.

Wer auf sich achtet, legt auch Wert auf korrekte Arbeitsbedingungen, Herstellung, Anbaumethoden, Firmenphilosophien, auf Umweltschutz und Tierwohl.

 

6. Nachhaltiger Lebensstil

Es geht allen um ein nachhaltiges Leben. Wer auf Nachhaltigkeit „im Kleinen“ Wert legt, also auf seine Ernährung, seine Gesundheit und seinen Körper achtet, wird auch allgemein sensibler für die Themen Umwelt- und Naturschutz & Nachhaltigkeit.

 

7. Verzicht auf industrialisierte Lebensmittel

Bei so gut wie allen Ernährungsformen sind natürliche Lebensmittel gefragt. Stark verarbeitete Lebensmittel oder Lebensmittel mit Zusatzstoffen sollen gemieden werden. Wer sich mit Ernährung auseinandersetzt, möchte eben auch nur das Beste und Natürlichste für sich.

 

8. Überall findet sich etwas Gutes

Fakt ist, man kann in allen Ernährungsformen etwas Positives finden und irgend etwas mit auf den Weg nehmen.

So lerne ich z.B. einen sorgsamen Umgang mit Fleisch als Vegetarierin. Wie gut ich mich ohne Zucker und Getreideprodukte fühle und was für ein Geschenk Butter und Kokosöl sind, wenn ich mich Paleo oder Low Carb ernähre. Wie gut Hungern tun kann, wenn ich auch mal faste. Wie belebend grüne Säfte und lebendige Lebensmittel wirken, wenn ich mich mich Rohkost beschäftige.

Jede Information prägt uns ein bisschen und ist ein Baustein um die eigene Wahrheit herauszufinden.

 

Sich auf den eigenen Weg konzentrieren

Es gibt viele Wege, die man hinsichtlich Ernährung einschlagen kann. Oft ist es so, dass man einen bestimmten Weg – kürzer oder länger – geht und dann sozusagen die nächste Abzweigung nimmt, weil man sich neues Wissen angeeignet hat, andere Ansichten hat und man neue Erfahrungen machen möchte.

Was bisher für uns als gut und richtig galt, kann sich auch ändern, kann plötzlich verblassen oder einen ganz loslassen. Auf einmal ist man von etwas neuem angetan oder überzeugt und man schüttelt den Kopf und versteht nicht, warum man einmal anderer Ansicht war.

Wichtig ist, dass man sich inspirieren lässt und immer offen ist, neues kennenzulernen und auszuprobieren. So kann man seinen Körper kennen lernen und am besten feststellen, was gut für einen ist.

Ich habe schon viele Ernährungsformen ausprobiert und immer etwas dazu gelernt und alte Ansichten überdacht. Diese Erfahrungen prägen und geben Wissen. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin, wie ich heute denke & lebe.

 

 

Also: Geh DEInen Weg! Versuche, andere nicht zu verurteilen, denn du weißt nicht, wohin ihr Weg sie noch führt. Und: sag niemals nie – denn wir lernen nie aus! :-)

 

 

Welche Ernährungsformen hast du schon ausprobiert? Welche wichtigen Aspekte hast du dabei gelernt? Wie gehst du mit Konfrontationen um?

 

 

Artikel, die dich auch interessieren könnten:

Gesundes und Gutes in Maßen genießen – in der Ernährung ist weniger oft mehr

1 Jahr ohne glutenhaltige Getreideprodukte – mein persönliches Fazit

Meine Erfahrung zeigt: Wohlbefinden beginnt im Darm!

Du willst gesünder, schöner und glücklicher sein? Versuch’s mal mit Ketose!

7 wichtige Maßnahmen für die Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte

 

 

Photo Credit: misanthrop10 via Compfight cc





6 Gedanken zu “Missionieren unnötig! 8 Gründe, warum alle Ernährungsformen ihre Berechtigung haben

  1. Großartiger Artikel. Das ist genau das Thema, das mich zur Zeit extrem beschäftigt. Der Markt wird geflutet mit Büchern über DIE Wunderdiät, die alle Krankheiten heilen kann. Warum? Weil der Autor einen großen Schatz entdeckt hat, nämlich die für IHN und seinen Metabolismus perfekte Ernährung, auf der sein Körper natürlich zu Höchstleistung hochfährt und endlich heilt. Ich kann ein Liedchen davon singen, was es heißt, sich sein Leben lang falsch ernährt zu haben und sich immer beschissen im eigenen Körper gefühlt zu haben, einfach, weil ich mich nicht artgerecht ernährt habe. Das Problem ist, dass die Details für jeden etwas oder auch extrem verschieden sind. Völlig gegensätzliche Ernährungsformen können für verschiedene Personen zum exakt gleichen Ergebnis (positiv wie negativ) führen. Ich selbst habe auch schon alles mögliche durch, von Vegan zu fast nur tierische Produkte. Heilung konnte ich erst finden, nachdem ich aufgehört habe, auf all die gut gemeinten Ratschläge zu hören und meinen eigenen Ernährungsplan zu entwickeln. Kennst du das Buch von Denise Minger „Death by foodpyramide“? Ich glaube du wirst es lieben. Sie ist auch ziemlich kritisch und nimmt kein Blatt vor den Mund, und recherchiert dabei so gründlich, dass man sich fragt, wann sie isst und schläft (und hat dabei nen sehr… einzigartigen Schreibstil^^).
    Ich kenne das auch, dass je mehr ich über Ernährung erfuhr, desto weniger sprach ich darüber. Früher habe ich jeden todgenervt. Ich sehe zwar täglich Personen, auf die ich am liebste zugehen würde und sagen würde „ich glaube du hast ne Laktoseintoleranz“ oder „versuch mal auf Weizen zu verzichten“, oder „ich sehe dich in 5 Jahren mit Krebs“, aber wie du sagst, wenn der Geist in dem Moment nicht offen ist, geht es in das eine Ohr rein und aus dem anderen grad wieder raus…

    • Danke Doro, für deine tollen Kommentare und Erfahrungsberichte!

      Das klingt super interessant, werde mich gleich genauer über das Buch informieren!

      Es geht mir genauso wie dir, würde manchmal auch am liebsten sagen „versuch mal das oder das“ oder „das könnte daran liegen“ oder „pass auf, dass sich das nicht in ein paar Jahren zu Krankheit xy entwickelt“… Man hat inzwischen ein bisschen ein Gefühl dafür. :-) Aber du sagst es, die Menschen müssen bereit für solche Infos sein, sonst hat man keine Chance groß was zu bewegen. ;-)

  2. Hallo Greena,
    genauso wie du es beschreibst, gehe ich auch vor. Ich verurteile niemanden dafür, wie er sich ernährt. Ich sage oft gar nicht, dass ich mich Paleo ernähre, sondern dass ich aus gesundheitlichen Gründen auf Gluten und Lactose verzichte. Dies stößt auf mehr Verständnis und vermeidet dumme Bemerkungen.
    Durch meine Mutter konnte ich bereits viel Erfahrungen mit verschiedenen Ernährungsformen machen. Meine Mutter hat sehr früh mit Vollwert- und Biokost angefangen und Trennkost habe ich auch kennengelernt. Mit der Trennkost bin ich jedoch nicht so gut zurecht gekommen. Insbesondere bei den Eiweißmahlzeiten fehlte mir das Sättigungsgefühl durch Fett und Kohlenhydrate. Am besten geht es mir, wenn ich mich Paleo mit Kohlenhydrate ernähre.

    • Hallo Silke,

      du hast Recht, wenn man es so umschreibt, kommt es bei anderen besser an. :-)

      Fühle mich mit Paleo auch am wohlsten und sich so zu ernähren ist auch echt purer Genuss!! (Was die Meisten nicht nachvollziehen können, die gerne Nudeln und Brot essen) Brauche jedoch auch mehr Kohlenhydrate als andere Paleoaner/innen (aus Obst, Gemüse, etwas Honig, etc.). Und an Geburtstagen (die bei mir nicht so häufig vorkommen) darf’s auch ausnahmsweise mal ein Stückle Apfel-/Zwetschgenkuchen sein, da bin ich nicht so… ;-) Oft wirkt man auf „Kritiker“ auch sympathischer, wenn sie sehen, man macht auch mal eine Ausnahme. :-) Denn ich könnte mir vorstellen, dass manche möglicherweise auch ein Problem mit unserer Disziplin haben oder irgendwie neidisch darauf sind.

      Viele Grüße!

  3. Hallo Greena! Dein Fazit „Geh Deinen Weg“ kann ich zu 100% unterschreiben – auch wenn ich in den Details natürlich nicht immer Deiner Meinung bin ;-) Mein Weg ist gut für mich, Dein Weg ist gut für Dich. Ist es nicht herrlich, dass es so viele verschiedene gute Wege gibt?!
    Stellt Euch vor, es gäbe nur einen richtigen Weg und alle würden ihm folgen…. Laaaaaangweilig *g* Ich mag die Vielfalt an der Ernährungsfront und freue mich auch immer, wenn ich neue Aspekte kennenlerne :-)

    • Hallo Guido,

      Danke für Deinen Kommentar! Du hast Recht, es wäre echt langweilig, wenn wir alle den gleichen Weg gehen würden oder immer einer Meinung wären!

      Finde es gut, wenn du offen für Neues bist, das zeigt wahres Interesse am Thema.

      In diesem Sinne: Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja (irgendwann / mal wieder)…

      Viele Grüße

Kommentar verfassen

  • trance

  • techno

  • synth-pop

  • soundtrack

  • smooth-jazz

  • rock

  • rap

  • r-b

  • psychedelic

  • pop-rock

  • pop

  • new-age

  • musicians

  • metal

  • melodic-metal

  • lounge

  • jazz-funk

  • jazz

  • index.php

  • house

  • hip-hop

  • heavy-metal

  • hard-rock

  • get.php

  • electronic

  • dubstep

  • drumbass

  • downtempo

  • disco

  • country

  • clubdance

  • classical

  • chillout

  • chanson

  • breakbeat

  • blues

  • ambient

  • alternative-rock